Geschicklichkeit und räumliches Denken waren gefragt: viel auszuprobieren gab es auf dem Girls‘ Day im Landtag für die Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Schule. Berufe und Tätigkeiten wurden vorgestellt, an die Mädchen nicht zuallererst denken. Technische Berufe von Medien bis Chemie, Handwerk, Garten- und Landschaftsbau, aber auch Polizei und Feuerwehr waren dabei. Eine von ihnen weiß auch schon, was für eine Ausbildung sie machen möchte – der Polizeidienst soll es werden.
Eckard Uhlenberg, der Landtagspräsident, ermunterte die Mädchen, sich „männlich geprägte Berufsfelder zu erobern“ und zitierte die Smart-Chefin Annette Winkler: „Mitarbeiter lassen sich lieber von einer Frau überzeugen als von einem Mann anschreien“.
Eingeladen hatte die Solinger Landtagsabgeordnete Iris Preuß-Buchholz. „Landtagsabgeordnete wollte von den Mädchen bei der Umfrage im Plenarsaal nach der Begrüßung allerdings nur eine werden“, schmunzelte sie. „Ich selbst habe ja eher einen klassischen Beruf für Frauen gewählt“, sagt die Politikerin, die ursprünglich Lehramt für Sozialwissenschaften und Geschichte studiert hat. „Ich finde es aber sehr wichtig, dass Frauen die Möglichkeiten ergreifen, die sich ihnen bieten – und gerade im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich gibt es sehr gute Jobs.“
Die Schülerinnen ließen sich auf jeden Fall begeistern. Das bestätigte auch die Lehrerin, Petra Striewski: „Auch wenn es für einige noch etwas früh ist, sich auf eine Berufsausbildung festzulegen, weil sie erst einmal das Abitur machen möchten – die Zeit bei den verschiedenen Berufsständen im Landtag war am Ende dann doch viel zu kurz.“

